Google Buzz und Suchmaschinen-Optimierung

von Rainer Meyer

Viel Aufregung verursache der Suchmaschinen-Marktführer Google, als er kürzlich einen neuen Dienst vorstellte: Google Buzz. Jeder Nutzer von Google Mail bekam einen Hinweis, dass er ab sofort den neuen Dienst nutzen könnte und zu diesem Zweck wurde auch an prominenter Stelle auf der Google-Mail-Oberfläche eine Google-Buzz-Verknüpfung einrichtet.

Google versucht mit seinen neuen Dienst an die Erfolge von Twitter und Facebook anzuknüpfen. Immer mehr User verbringen viel Zeit in sozialen Netzwerken wie diese und kommunizieren in einem mehr oder weniger eng umgrenzten Netzwerk. Zwar kann jeder die Twitter-Nachrichten lesen, die ich verfasse, aber faktisch lesen nur die eigenen Follower (wenn überhaupt). Google Buzz macht nun automatisch das Netzwerk der eigenen Mailkontakte zu Follower bzw. eröffnet die Möglichkeit, dass ich dort zum Follower werden kann. Da Google Mail ein sehr populärer Dienst ist, hat man mehr oder weniger automatisch ein neues Netzwerk, das man auch gezielt für Marketing- oder Publikations-Tätigkeiten nutzen kann.

Basis von Google Buzz ist das eigene Google Profile, das man auch schon sehr gut für die Suchmaschinen-Optimierung einsetzen kann.

Google Profile mit Buzz
Google Profile mit Buzz

Auch Google Buzz kann man zur Suchmaschinen-Optimierung einsetzen, wenn es darum geht, bestimmte Inhalte und Links zu aktuellen Beiträgen im eigenen sozialen Netzwerk bekannt zu machen und darüber zu diskutieren. Vorteil von Google Buzz gegenüber Twitter ist, dass die Übersichtlichkeit der Diskussion wesentlich besser ist und dass die Beschränkung auf 140 Zeichen durchbrochen werden kann.

Die auf Twitter gesetzten Links können sehr schnell im Strom der neuen Nachrichten in den Hintergrund rücken. Bei Google Buzz haben sie mehr Möglichkeiten zur Nachhaltigkeit (und damit zur Suchmaschinen-Optimierung), weil sie in einen größeren inhaltlichen Kontext eingebunden sind.

Insgesamt kann die Diskussion durch Anreicherung von Bildern deutlich plakativer gestaltet werden. Es bleibt abzuwarten, ob der neue Dienst von Google ausreicht, dem etablierten Kurznachrichtendienst Paroli zu bieten. Ein Ersatz oder eine Alternative zu sozialen Netzwerken wie Facebook oder XING kann ich mir durch Google Buzz nicht vorstellen, da diese sozialen Netzwerke einen wesentlich breiten Anwendungsbezug haben als die kurzfristige Diskussion aktueller Trends.

Da Google Buzz über die Anbindung von Google Maps einen sehr guten lokalen Bezug hat, bietet sich Buzz insbesondere dann zu Suchmaschinen-Optimierung an, wenn das zu fördernde Business einen lokalen Bezug an. Google Buzz ist aber weniger im Sinne der alten Suchmaschinen-Optimierung zu verstehen; sondern so, dass sich die Suchmaschinen-Optimierung hin zur Sozial-Marketing-Optimierung öffnet.

Eine Reaktion zu “Google Buzz und Suchmaschinen-Optimierung”

  1. Suchmaschinenoptimierung und Google-Buzz | Journalist zur Suchmaschinenoptimierung

    [...] ich auf seo-ambulanze.de deutlich gemacht habe, kann man auch Google Buzz zur Suchmaschinenoptimierung einsetzen. Denn mit [...]

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